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Der St Andrews Old Course ist ein öffentlicher Links-Golfplatz in St Andrews in Schottland und gilt als historischer Ursprung des modernen Golfsports. Aufgrund seiner langen Geschichte, seiner offenen Zugänglichkeit und seiner Rolle in der Entwicklung der Golfregeln wird er häufig als „Home of Golf“ bezeichnet. Der Platz steht sinnbildlich für die Entwicklung des Golfsports und verbindet historische Tradition mit modernem Spiel. In St Andrews prägt die The R&A (The Royal and Ancient Golf Club) seit Generationen die Entwicklung des Sports. Für viele Golfer gilt eine Runde auf dem Old Course als besonderes Highlight ihrer Karriere. Auf dieses Erlebnis sollten Sie sich gut vorbereiten – deshalb haben wir für Sie einen Guide für Ihr Spiel auf dem St Andrews Old Course zusammengestellt.

Geschichte des Old Course – Wie alles begann

Der St Andrews Old Course gilt als die Wiege des Golfsports. Hier wurde bereits im 15. Jahrhundert auf natürlichen Dünen gespielt – so intensiv, dass Jakob II. von Schottland 1457 ein Verbot aussprach. Der Grund dafür? Der Sport wurde so beliebt, dass Männer das notwendige Bogenschießen für die Landesverteidigung vernachlässigten. Erst 1502, als König Jakob IV von Schottland selbst Golfer wurde, wurde das Verbot aufgehoben und die Entwicklung des modernen Golfsports nahm Fahrt auf. Bereits 1754 war mit der Gründung der The R&A in St Andrews jene Institution entstanden, die bis heute die Regeln des Golfs weltweit prägt. Die ursprünglichen 22 Löcher wurden 1764 auf 18 Löcher reduziert, was zum Standard für Golfplätze weltweit wurde. Ein weiterer Meilenstein folgte 1873, als der Old Course erstmals Austragungsort der The Open Championship wurde und damit endgültig ins Zentrum des internationalen Golfsports rückte.

Platz-Layout und ikonische Löcher

Abgesehen von seiner Geschichte zeichnet sich der Old Course vor allem durch sein Links-Design aus. Als Links-Golfplätze werden küstennahe Plätze mit sandigem Untergrund, wenigen Bäumen und starkem Windeinfluss bezeichnet. Diese Highlights erwarten Sie bei einem Spiel auf St Andrews:

  • Klassisches Links-Design
    Der Old Course ist ein Paradebeispiel für ursprüngliches Golf. Natürliche Dünen, feste Fairways und kaum künstliche Eingriffe sorgen für ein Spiel, das sich stark an Wind und Wetter anpasst. Der Platz ist über die Zeit organisch gewachsen und es wurden nur vereinzelt Anpassungen wie vom berühmten Golfarchitekten Old Tom Morris vorgenommen.
  • Doppelgrüns
    Sieben der Grüns werden jeweils von zwei Löchern geteilt, ein weltweit seltenes Konzept. Diese riesigen Grüns erfordern ein besonders präzises Putten und strategisches Spiel. Insgesamt verfügt der Old Course über sieben Doppelgrüns, die jeweils von zwei Bahnen gemeinsam genutzt werden.
  • Breite Fairways mit strategischen Herausforderungen
    Auf den ersten Blick wirken die Fairways großzügig, doch geschickt platzierte Bunker machen die Platzstrategie entscheidend. Wer hier unüberlegt spielt, wird schnell durch schwierige Folgeschläge „bestraft”.
  • Die berüchtigten Bunker
    112 Bunker, viele davon tief und schwer spielbar, prägen den Charakter des Platzes. Besonders bekannt ist der „Hell Bunker“, der selbst Profis vor Herausforderungen stellt.
  • Wind als unsichtbarer Gegner
    Der stetige Küstenwind aus der Nordsee macht jede Runde einzigartig und gilt als einer der entscheidenden Schwierigkeitsfaktoren auf dem Platz. Selbst erfahrene Golfer müssen ihr Spiel immer wieder neu anpassen. 
  • Ikonische Löcher und Wahrzeichen
    Die Swilcan Bridge am 18. Loch und das berühmte „Road Hole“ (Loch 17) sind weltweit bekannte Wahrzeichen des Old Course. Das 17. Loch zählt zu den anspruchsvollsten Löchern im internationalen Golfsport.
 

Der Old Course ist Teil der St Andrews Links, einer Anlage mit insgesamt sieben öffentlichen Golfplätzen. Dazu zählen unter anderem diese Courses, die Sie sich für ein abwechslungsreiches Spiel nicht entgehen lassen sollten:

  •  Eden Course: Im Jahr 1914 gestaltet von Harry S. Colt, zählt er zu den klassischsten Plätzen neben dem Old Course. Anspruchsvolle Bunker, kleinere Grüns und ein etwas ruhigeres Layout machen ihn zu einer stilvollen, oft unterschätzten Herausforderung.
  • Castle Course: Ein moderner Kontrast, gestaltet von David McLay Kidd. Spektakulär auf den Klippen gelegen, bietet er dramatische Ausblicke über die Küste und ein visuell beeindruckendes sowie strategisch abwechslungsreiches Design.
  • Jubilee Course: Ursprünglich von Old Tom Morris angelegt und später weiterentwickelt, gilt er heute als einer der anspruchsvollsten Plätze in St Andrews. Näher an der Küste gelegen, ist er deutlich windanfälliger und fordert selbst erfahrene Golfer heraus.
Eden Course
Castle Course
Jubilee Course

So sichern Sie sich eine Startzeit

Startzeiten auf dem Old Course gehören zu den begehrtesten im internationalen Golfsport und sind nur über mehrere Vergabeverfahren erhältlich. Der sicherste Weg, sich eine Startzeit auf dem St Andrews Old Course zu sichern, ist, ein Paket zu buchen. Viele Golfreise-Veranstalter verfügen über ein begrenztes Kontingent an Greenfees, das für ihre Gäste zur Verfügung steht. So können Sie Ihr Golfhotel und Ihre Startzeit auf dem legendären Platz zusammen reservieren.

Darüber hinaus können Sie 48 Stunden vor der gewünschten Spielzeit online auf der Website des St Andrews Links Trust eine Anfrage einreichen. Das sogenannte Ballot-System ist ein tägliches Losverfahren zur Vergabe von Startzeiten auf dem Old Course. Wenn Sie alleine reisen, können Sie mit etwas Glück über die Einzelspieler-Warteliste direkt am Spieltag kurzfristig einen Platz ergattern.

Jedes Jahr im August bzw. September werden zudem feste Startzeiten für das Folgejahr vergeben, was vor allem langfristigen Planern zugutekommt. Auch hier ist die Nachfrage sehr hoch, sodass die Startzeiten schnell ausgebucht sind. Weniger Andrang herrscht nur zwischen November und Februar. In der Nebensaison ist jedoch mit raueren Wetterbedingungen und eingeschränktem Spielbetrieb zu rechnen.

Die beste Reisezeit für Golf in St Andrews

Die Hauptgolfsaison in St Andrews liegt zwischen Frühjahr und Herbst. Während es im Frühling ruhiger zugeht und die Natur erwacht, bietet der Herbst oft stabile Bedingungen bei weniger Andrang. Besonders beliebt bei Golfern sind die Monate Mai, Juni und September.

Die klimatischen Bedingungen in St Andrews gelten als stark wechselhaft und sind ein zentraler Einflussfaktor auf das Spiel. Die idealen Wetter- und Platzbedingungen finden Sie im schottischen Sommer von Mai bis September. In dieser Zeit sind die Tage lang, die Plätze in hervorragendem Zustand und die Temperaturen angenehm mild. Typisch für die schottische Küste ist zu jeder Jahreszeit ein wechselhaftes Wetter mit konstantem Wind. Gerade dieser macht den Reiz des Spiels aus und sorgt dafür, dass keine Runde der anderen gleicht. Sorgen Sie mit regen- und windfester Kleidung nach dem Zwiebelprinzip dafür, dass Sie nicht von Wetterumschwüngen unangenehm überrascht werden. So können Sie im Einklang mit der Natur ein herausforderndes Spiel genießen.

In der Hauptreisezeit im Sommer ist die Nachfrage am größten, entsprechend früh sollten Startzeiten auf beliebten Plätzen geplant werden. Wer es ruhiger mag, findet im Frühjahr und Herbst oft mehr Verfügbarkeiten und ein entspannteres Spielerlebnis. Im Winter müssen Sie mit einem sehr eingeschränkten Betrieb rechnen, haben dafür aber herrlich viel Platz und aufgrund der rauen Witterung ein sportlich besonders anspruchsvolles Golferlebnis.

Greenfees, Kosten und Planung

Die Preisstruktur für den St Andrews Old Course hängt stark von der gewählten Reisezeit ab. In der Hauptsaison liegt eine Greenfee bei rund 400 Euro. Im Winter gibt es reduzierte Angebote wie das Winter Package, das Runden auf mehreren Plätzen der St Andrews Links inklusive des Old Course für etwa 270 Euro ermöglicht.

Bei der Planung sollten Sie zusätzliche Kosten berücksichtigen. Dazu zählen ein Caddie, Leihschläger, Transfers sowie hochwertige Unterkünfte rund um St Andrews. Gerade in der Hochsaison empfiehlt es sich, frühzeitig zu buchen, um Verfügbarkeiten und gewünschte Standards zu sichern.

Unsere Empfehlung ist, direkt ein Paket zu wählen, etwa in Form einer exklusiven Golfrundreise durch Schottland. So kombinieren Sie garantierte Startzeiten auf legendären Plätzen wie dem Old Course, dem Loch Lomond Golf Club oder Prestwick Golf Club mit Premium-Hotels wie dem Old Course Hotel in St Andrews und dem luxuriösen Cameron House. Zudem sind Leistungen wie Mietwagen, kulinarische und kulturelle Erlebnisse, Frühstück sowie eine persönliche Reisebegleitung inklusive. Die Reisepreise für eine Golfrundreise im Premium-Segment beginnen bei etwa 6.100 Euro pro Person für 13 Tage.

Die Investition lohnt sich für Golffreunde. Eine Runde auf dem Old Course ist kein gewöhnliches Golfspiel, sondern ein einmaliges Erlebnis auf historischem Boden. Sie spielen dort, wo der moderne Golfsport entstanden ist, spüren die besondere Atmosphäre und messen sich mit einem Platz, der seit Jahrhunderten Golfer herausfordert. Diese Kombination aus Geschichte, Prestige und sportlicher Qualität macht den Unterschied und rechtfertigt den Wert dieser einzigartigen Reise.

Dresscode, Regeln und Traditionen

Der Golfsport in Schottland gilt als besonders traditionell – und der St Andrews Old Course ist da keine Ausnahme. Hier wird Etikette großgeschrieben, um dem „Home of Golf” Respekt zu zollen. Es wird viel Wert auf ein zügiges, rücksichtsvolles Spiel, eine umfangreiche Platzpflege und höfliches Verhalten gelegt. Eine gepflegte Golfkleidung ist selbstverständlich. Beachten Sie außerdem, dass das Gelände des St Andrews Old Course öffentlich zugänglich ist, wobei Golfer stets Vorrang vor Fußgängern haben.

Das sind unsere Tipps für ein authentisches und passendes Erlebnis auf dem St Andrews Old Course auf einen Blick.

  • Traditionen respektieren: Der Old Course in St Andrews ist kein gewöhnlicher Golfplatz. Verhalten Sie sich respektvoll gegenüber Platz, Mitspielern und Geschichte.
  • Zügiges Spiel einhalten: Ein flüssiger Spielfluss ist entscheidend. Halten Sie Anschluss an die Gruppe vor Ihnen und vermeiden Sie unnötige Verzögerungen.
  • Caddie wertschätzen: Ein Caddie ist nicht nur Unterstützung, sondern Teil des Erlebnisses. Vertrauen Sie auf seine Platzkenntnis und begegnen Sie ihm mit Respekt.
  • Platzpflege ernst nehmen: Divots zurücklegen, Pitchmarken ausbessern und Bunker sorgfältig harken – diese Selbstverständlichkeiten gehören hier zwingend dazu.
  • Angemessener Dresscode: Klassisch, gepflegt und funktional – verzichten Sie auf zu legere Kleidung und orientieren Sie sich an den traditionellen Standards des Golfsports.
EDINBURGH, SCOTLAND, 24 March 2018 , Scottish bagpiper dressed in traditional red and black tartan dress stand before stone wall. Edinburgh, the most popular tourist city destination in Scotland.

Die besten Unterkünfte in St Andrews

Neben dem eigentlichen Spiel lebt ein Golfurlaub von den passenden Unterkünften. In Schottland finden Sie zahlreiche Luxushotels mit einer langen Golftradition, die Sie im Paket zusammen mit Greenfees oder im Rahmen einer organisierten, exklusiven Golfrundreise buchen können. GOLF GLOBE setzt auf eine kuratierte Auswahl an renommierten Golfresorts. Unsere klare Empfehlung ist das Old Course Hotel Golf Resort & Spa. Das Hotel ist die zentrale Adresse direkt am legendären Old Course, mit einem spektakulären Blick auf das berühmte 17. Fairway und die historische Kulisse des The R&A. Es verbindet schottische Tradition mit modernem Komfort, bietet großzügige Zimmer und einen stilvollen Spa-Bereich. Ein weiteres Highlight ist das berühmte „The Jigger Inn“ als Treffpunkt für Golfer aus aller Welt.

St Andrews Old Course Hotel Golf Resort & Spa
St Andrews Old Course Hotel Zimmer
St Andrews Old Course Hotel Spa

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Weitere Top-Golfplätze rund um St Andrews

In St Andrews und Umgebung finden sich viele Top-Plätze, die Sie im Rahmen einer mehrtägigen Golfreise besuchen können.

  • Castle Course und Eden Course, ebenfalls Teil der St Andrews Links mit modernem Klippendesign bzw. klassischer Links-Architektur
  • Craigielaw Golf Club, ein klassischer Linksplatz in East Lothian mit weitem Blick über die Küste und strategisch anspruchsvollem Layout
  • Dunbar Golf Club, ein traditioneller Linksplatz an der rauen Küste von East Lothian mit authentischem Charakter

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Die besten Destinationen für Ihre Golfrundreise

Fazit – Ihre Golfreise mit dem gewissen Etwas St Andrews

Eine Runde auf dem Old Course in St Andrews ist weit mehr als ein Golfspiel. Sie ist ein sportlicher Moment, den man nie vergisst. Zwischen jahrhundertealter Tradition, legendären Fairways und der einzigartigen Atmosphäre des „Home of Golf“ entsteht ein Erlebnis, das selbst erfahrene Golfer nachhaltig beeindruckt und zu Recht auf jeder Bucket List steht.

Damit Ihr Spiel auf dem Old Course perfekt wird, lohnt sich eine gute Vorbereitung:

  • Frühzeitig planen, denn Startzeiten sind begehrt – je früher Sie buchen, desto besser Ihre Chancen.
  • Caddie einplanen für Strategie, Platzkenntnis und ein besonders authentische Erlebnis.
  • Ikonische Fotospots nutzen – besonders die Swilcan Bridge gehört zu den Momenten, die Sie festhalten sollten.
  • Kombinieren Sie Ihre Golfreise mit schottischen Highlights wie Whisky-Tastings oder eindrucksvollen Küstenlandschaften und erleben Sie die gastfreundliche schottische Kultur.

 

Im Rahmen einer organisierten Golfreise verbinden Sie den Old Course mit weiteren Top-Plätzen und genießen maximalen Komfort bei Planung, Unterkunft und Spielzeiten.

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Ob Frühling, Sommer oder Herbst – wir helfen Ihnen dabei, die passende Route, die schönsten Golfplätze und die geeigneten Unterkünfte für Ihre Reisezeit zusammenzustellen.

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Autor:
Simone Burmeister
Travel Expert

Veröffentlicht am
22. Juni 2026

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